Reisebericht Island 2013 - off the beaten tracks                        28.7.2013 – 1.9.2013

 

Mitreisende:

      die "Marokko-Erprobten":

  • Udo Schmidt und Petra Nellen („Die Schnellen“) mit  IVECO 4x4 CustomCamper
  • Herbert und Roswitha Parnreither („Die Parnis“) mit Kabine auf HZJ
  • Martin und Elisabeth Steininger mit unserer „Gite d’Etape“

      und

  • als Newcomerin: Susi (Quattro) Stadler in ihrem  "AUDAX"

 Anreise:

Sonntag, 28.7. – Montag, 29.7. Zur Fähre nach Hirtshals (ca 1500 km)

Dienstag 30.7. – Donnerstag 1.8.: Fähre Norröna über die Feröer Inseln (kurzer Stopp);

Ankunft in Seydisfördur am 1.8. um 9.30. Jetzt kann die Reise beginnen.

 

Start in Island

Donnerstag, 1.8.

Nach einer unkomplizierten Einreise versorgen wir uns einmal – wie alle anderen auch – in Eglisstadir mit Geld, Diesel und Lebensmittel. Dann geht es rasch weiter auf der Ringstraße Richtung Akureyri. Wir machen eine kleine erste Pistenunde über die 901, stoppen bei den Solfatrenfeldern vor Myvatn, ehe wir gegen 16:30 in Akureyri ankommen. Cafepause und uns auf Campingsplatzsuche (Hamra im SW von Akureyri) begeben.

Um 17:20 landet die Maschine aus Reykjavik mit Petra an Bord. Wir feiern diesen ersten Abend sehr gemütlich.

 

Freitag, 2.8.

Weiter auf der Ringstraße mit einem kurzen Abstechner zur Torfkirche Vidimyri (ca. 1000 n.Chr.) und auf die Halbinsel Vatnsnes mit Cafe- Stopp am Hop-Vatu in strahlendem Sonnenlicht. Um 14:00 sind wir beim vereinbarten Treffpunkt an der Tankstelle in Bru – Stadarskali mit Herbert und Roswitha, die von einer Treckingtour in Grönland kommen. Jetzt sind wir wirklich komplett.

 Wir nehmen die F586 nach Westen und bleiben bei Leikskalar am Fluss einfach stehen. Ein Wasserfall im Hintergrund, blauer Himmel, selbstgesammelte Pilze und Grillerei – so stellen wir und Urlaub vor.

 

ÜN: Campingplatz Hamra im SW von Akureyri - bei Leikskalar am Fluss


Samstag, 3.8. – Freitag  8.8.: Westfjorde

 

Die nächsten 6 Tage verbringen wir bei großteils strahlendem Wetter auf den Westfjorden. Wir vergnügen uns beim Anblick der Vögel, vorallem der Papageientaucher, am Latrabjarg, bestaunen die Reste alter Flugzeugrwracks in Hnjotur und das gestrandete Stahlschiff im Osafjordur. Wir erfreuen uns an den Pflanzen im ( preisgekrönten) Garten von Nupur, lernen viel im Fischereimuseum in Isafjördur und sind sehr beeindruckt von der alten, stillgelegten Fischfabrik in Djupavik.

Wir baden im heißen Pool in Kross und im nördlichsten Laug in Krossness ganz an der Ostküste am Nordmeer.

Fahrerisch sind wir ziemlich gefordert als wir von der spannenden Piste durch das Pingmanadalur auf einer „Strommastenpiste“ nach NW über den Stora-Eyjavatn hinaus müssen, um zum Dynjandi Foss zu gelangen. Die Strecke ist nicht nur grob und steil, sie wartet auch mit einer anspruchsvollen Furt und einem Schneefeld auf.

Eine weitere fahrerische Herausfoderung ist die Fortsetzung der Piste ins Langidalur zur 61. Die letzten 2/3 der Strecke werden offensichtlich nicht mehr gewartet. Wir müssen eine eingebrochene Brücke umfahren , eine steile Furt queren und ziemlich „schräg“ den Hang hinauf zur Verbindung mit der 608 und dann mit der 61 klettern.

Ein Leckerbissen ist die Fahrt direkt am Arnarfjördur bis nach Hamar. Die Piste führt ganz am Meer entlang, zum Teil über große runde Steinblöcke und durch ein Felsentor, in dem Vögel nisten. Besonders schön ist diese Fahrt bei strahlendem Sonnenschein!

Unsere Übernachtungsplätze sind der kostenlose Platz 2 km vor Latrabjarg mit Resten alter Fischerhütten, der Campingplatz beim Dynjandifoss direkt beim Wasserfall, bei einem verlassenen Haus westlich von Nupur mit nachmittäglichem Besuch einer neugierigen Seerobbe, auf der Hochfläche zwischen Mjoifjördur und Isafjördur (an der 61) und der Parkplatz beim Krossnesslaug. Jeder Platz für sich etwas Besonderes und ein Genuss!

 

ÜN: Campingwiese 3km vor Latrabjarg, direkt am Meer - Campingplatz am Wasserfall Dynjandi Foss - westlich von Nupur, Ende der Schotterpiste, direkt am Meer - Hochfläche vor Iasfjördur an einem kleinen See - Parkplatz von Krossnesslaug


Freitag, 9.8. –Samstag, 10.8.: Kurzbesuch in Reykjavik

 

Von der NO Küste der Westfjorde genießen wir die Fahrt nach Süden Richtung Reykjavik entlang der Fjorde und quer über die Piste 680 auf die Westseite in den Gilsfjördur. Die Piste südlich von Budardalur ins Langavatnsdalur entpuppt sich als echte Herausforderung. Anfangs schlängelt sie sich durch das Tal, vorbei an Pferdeherden, Schafen und Wasserfällen. Im 2. Abschnitt wird die Piste gröber, birgt steile Auf- und Abfahrten auf einen Pass. Nach der Abfahrt ins Tal des Langavatn erwartet uns ein idyllisches, aber sumpfiges Tal mit kaum sichtbaren Fahrspuren und einigen tiefen Wasserlöchern. Am See entlang wird die Fahrspur etwas besser, allerdings immer noch herausfordernd, bis wir auf die von Süden herkommende F553 treffen. Auf dieser geht es dann hinaus auf die Ringstraße und nach Borgarnes. Von dort ist es nur mehr ein kurzes Stück Asphalt nach Reykjavik.

Reykjavik überrascht uns mit seinem jungen, aktiven Flair, gemütlichen Cafés und einem guten Essen in einem pakistanischen Restaurant. Besonders beeindruckt sind wir allerdings vom neuen Kultur- und Kongresszentrum Harpa, das direkt am Hafen liegt. Gute Architektur geht einfach unter die Haut!

 

ÜN:  Campingplätze von Borgarnes und Reykjavik.  

 


Samstag, 10.8. – Montag, 12.8.: Pörsmörk

 

2 Tage verbringen wir im „Paradies der Isländer“, in Pörsmörk auf dem Campingplatz Basar. Am Weg ins Tal machen wir einen Abstecher zur Gletscherzunge des Gigjökull, die seit dem Ausbruch des Eyjafjallajökull mit meterhoher Asche bedeckt ist. Das gute Wetter ermutigt uns zum Aufstieg zum Ausbruchskrater des Eyjafjallajökull. Wir wandern durch eindrucksvolles Gelände, genießen tolle Blicke auf den Myrdalsjökull und erkennen, welche Aschemengen beim Ausbruch 2011 hier herausgeschleudert wurden. Am Aschekegel des Kraterrands ist der Boden noch ganz warm – ein etwas eigenartiges Gefühl.

Die Abende am Campingplatz verbringen wir bei Langerfeuer und isländischem Sing – Along.

 

ÜN: Campingplatz Basar, Pörsmörk

 


Montag, 12.8. – Dienstag, 13.8.: Lakispalte

 

Diesmal haben wir Glück – die Lakispalte bei Sonne, das haben wir uns gewünscht. So erscheint die Vukalkegelreihe fast entrückt und wieder einmal stellen wir uns vor, welche Katastrophe dieser Ausbruch ausgelöst hat. Jetzt liegen die Krater ganz friedlich aufgefädelt hintereinander, bewachsen mit hellgrünem Moos.

Auf der Hinfahrt machen wir einen kurzen Cafestopp bei einem Flugzeugwrack bei Vic, das unmittelbar am Meer gestrandet ist.

Unser Übernachtungsplatz ist der Parkplatz bei einer Hütte an der Piste, die Richtung SO des Blängur durch das Eldhraun wieder zur Ringstraße östlich von Kirkjubäjarklaustur führt.

ÜN: Parkplatz ebi iner Wanderhütte, südöstlich der Lakispalte

 

Dienstag, 13.8. – Mittwoch, 14.8.: Eldgja Schlucht

Die F208 bringt uns zur Furt vor der Eldgja Schlucht, eine der längsten Schluchten Islands, die um 900 n. Chr. aufgerissen ist. Wir wandern bei leichtem Regen zum Öförnfoss, der über Stufen die Ränder der Schlucht hinunter stürzt. Der Campingplatz von Höloskjol, den wir im Nationalpark ansteuern müssen, überzeugt uns nicht – kalte Duschen und ziemlich schmutzig.

ÜN: Campingplatz Höloskjol


Mittwoch 14.8. – Dienstag, 20.8.:

 

Im Hochland „rund um Landmannalaugar“

Für 2 Tage trennen sich unsere Wege: Susi,  Roswitha und Herbert fahren gleich zum Campingplatz in Landmannalaugar. Petra und Udo und wir wollen die Piste zum Langisjör und möglichst nahe zum Tungnaarjökull gelangen – trotz Regens und Nebels.

Wir nehmen die fantastische Piste durch "Trollland" zum Blautulon, der nur im Wasser umfahren werden kann. Von dort führt die Piste direkt zum S-Ufer des Langisjör. Das W-Ufer kann dann auf schwarzer Lavapiste über den Breidabakur bis an die Nordspitze des Sees befahren werden, wo ein einsamer Wanderparkplatz ein idealer Standplatz ist. Der kurze Abstecher nach Westen zur Tungnaa bietet nicht nur eine herausfordernde Piste - ab und zu blitzt im Sonnenlicht die eindrucksvolle Landschaft auf. Ein zarter Regenbogen erinnert uns an die Vergänglichkeit der Sonnenmomente in der schwarz-weißen Landschaft.

Retour geht es zuerst wieder nach Süden den Langisjör entlang, dann nehmen wir die „Wasserpiste“ zum Botnlangalon, der nur über eine „schwarze Düne“ mit steiler Abfahrt erreichbar ist. Zurück auf der Hauptpiste folgen wir der Faxasund nach Süden, die 208 bringt uns nach Landmannalaugar zu den anderen.

Einen weiteren Pistengenuss bietet die schwarze Lavapiste zur Hekla, auf der man bis auf knapp 1000m hinauf fahren kann. Obwohl sich die Hekla in Nebel hüllt und uns schließlich mit Regen und Schneegrieseln ziemlich nass macht, steigen wir über die Asche- und Lavafelder zum Kraterrand hinauf. Wir sind nass bis auf die Unterhosen und doch beeindruckt – sie ist ja das „Tor zur Hölle“.

Als echtes Highlight erweist sich die Rundfahrt um die Hekla nach Westen. Wie mit einer roten Wunde leuchtet der Femi-Vatnafjöll. Die F210 entwickelt sich zum landschaftlich und fahrerisch abwechslungsreichen Genuss: Furten, steile Auf- und Abfahren, verblockte Schluchtdurchfahrten und dazwischen immer wieder flüssige, spielerisch befahrbare Pisten. Bei Mosar biegen wir auf die F261 Richtung Alftavatn. Der Campingplatz behagt uns nicht wirklich und so folgen wir der Piste am Ufer durch den See nach Westen, die uns zu einem der schönsten Übernachtungsplätze am Ende eines Reittrails führt: direkt über der Torfaschlucht, mit Blick auf den Myrdalsjökull im Süden und den rauchenden Solfatarenfeldern des  Hrafntinnusker im Norden.

 

ÜN: Wanderparkplatz am Nordufer des Langisjör - Campingplatz Landmannalauger - Rand des Mundafesslhraun (Fuß der Hekla) - Reiterparkplatz an der Torfaschlucht

 

Weiter geht´s ..

 

Die F210, die über die Sanderflächen des Myrdalsjökull führt, verführt zum Pistensurfen auf schwarzem Lavasand am Rande des glitzernden Gletschers. Der Strutuslaug ist nicht mehr so hübsch mit Steinen eingefasst wir vor 6 Jahren, das hält uns aber nicht von einem Bad im ziemlich algigen Wasser ab – immerhin sind wir 70 Minuten hingewandert!

An der Sydra- Fallabach, bei den Seen Brytaläkir, finden wir wieder einen idyllischen Übernachtungsplatz, bewacht vom Myrdalsjökull und einigen eifrigen Enten und Schwänen.

Nach einem kurzen Abstecher zum Axlafoss bringt uns die F233 zum Alftavötn und weiter wieder auf die F208. Wir nehmen die Piste nach Norden zum Graenalon und dann folgen wir der Faxafit der Tungnaa entlang nach Nordern: wir wollen den Botnlangalon bei Sonne erleben, und das gelingt auch. Die Faxafit ist abwechslungreich, immer wieder sehr nahe an der Tungnaa, manchmal sandig, manchmal steinig, ab und zu müssen flache Wasserflächen überquert werden. Der Botnlangalon liegt in strahlendem Sonnenlicht, auf dem Wasser schimmert Eis und es weht sehr kalter Wind. Die Temperaturen sinken auf 0°C in der Nacht, aber wir werden mit ganz klarem Licht belohnt.

Zurück geht es wieder durch das Bachbett und die Faxasund nach Süden. Da erkennen wir, dass die Landschaft, die wir beim ersten Mal schwarz-weiß erleben durften, auch Töne in zartem Gelb, Neongrün, Braun und Grau aufzuwarten hat.

 Eine weitere Tour führt uns von Landmannalaugar zuerst zum Ljötpolur, dem rot-schwarzen Kratersee und dann auf der F220 zum Hrafntinnusker. Wir wandern zwischen schwarzen Obsidianströmen, rauchenden Kegeln und Solfatarenfeldern. Das Schneefeld knapp unter dem Gipfel lassen wir dann doch bleiben. Eine interessante Piste führt weiter ins Reykjadalir zum Laufafell und zurück westlich des Rauthfossafjöll auf den Krakatindur zu. Zum Teil verläuft der Trail sehr rythmisch, dann wieder steil auf und ab und durch scharfkantige Hrauns. Die Hekla, die uns vor ein paar Tagen mit Schnee begrüßt hat, zeigt sich fast wolkenlos – wir klettern aber nicht noch einmal hinauf.

Nach dieser Runde ist der Campingplatz in Landmannalaugar der passende Übernachtungsort – das warme Pool kann erst spät abends ohne Touristenüberfüllung genossen werden.

 

ÜN: Brytaläskir, direkt am Seeufer - Botnlangalon, ind er Nähe einer Hütte am See - Campingplatz Landmannalaugar


Mittwoch, 21.8. – Freitag, 23.8.:  Zur Askja

 

 Wir füllen unsere Tanks bei der einzigen Hochlandtankstelle in Hranneyjar und versuchen im Shop ein paar Lebensmittel zu bekommen – wir wollen zu den Veidivötn, dem beliebten Anglergebiet nördlich von Landmannalaugar. Die vielen Kraterseen liegen eingebettet in eine fast liebliche Landschaft. Nebel und zeitweise Regen tauchen sie in gespenstisches Licht auf der Rundfahrt, die uns wieder an die Tungnaa bringt, diesmal von Norden. Im „Zentrum“ Tjarnakat thront eine Fischzerlegungsstelle mitten am zentralen Platz – wenn das nicht ein Statement ist!

 Wir folgen der F229 weiter nach Norden bis zur Gletscherforscherhütte Jökulheimar, ganz nahe am Gletscherrand des Vatnajökull. Die Piste nach Norden ist gesperrt. Wir drehen also um und fahren nach Süden bis zu einer Verbindungspiste, die zum Nordufer des Botnvatn führt – und diese entwickelt sich zum echten Genuss: Hier können wir zwischen einzelnen Felsen auf einer sanften schwarzen Piste dahintanzen. Zwischen kleineren felsigen Erhebungen finden wir einen geschützten Übernachtungsplatz und werden am Abend mit Sonne und Wind zum Drachensteigen belohnt.

 Die Piste führt uns gerade auf die F26 – aber diese Wellblechpiste lassen wir liegen und suchen uns den Weg weiter im Westen nach Norden. Links von uns liegt der Hofsjökull, rechts der Vatnajökull und wir schlängeln uns entlang kleinerer Seen oder befahren die Dämme der Stauseen.

Eine rumpelige Piste bringt uns wieder zurück auf die F26, der wir ein kurzes Stück bis zur Abzweigung der F910 folgen. Die erste Furt ist relativ kräftig, da wir nachmittags gegen die Strömung furten müssen – aber kein Problem. Am Parkplatz mit Blick auf den Gjallandifoss übernachten wir bei sehr starkem Wind, der unglaubliche Wolkenformationen auf den Himmel zaubert.

Die Gaesavatnleid Sydri entpuppt sich als Herausforderung, aber weniger wegen der Pistenverhältnisse, sondern wegen des sehr starken Windes, der ein Aussteigen – trotz Sonne – fast unmöglich macht. Die Piste selbst ist anfangs gut, etwas holprig, ohne große fahrerische Herausforderungen. Einige sehr kantige und stufige Passagen zwingen zum „Krabbeln“. Der Gletscher ist zum Teil mit schwarzer Asche bedeckt und fast von der Umgebung nicht unterscheidbar. Wir klettern über den Urdahals, die braun – roten Felsbrocken sind eine angenehme farblichen Abwechslung. Kurz vor 12:00 stehen wir an der Abfahrt zu den weitläufigen „Wetlands“ im Norden des Vatnajökull. Die Wasserfläche schimmert in der Sonne, aber in der Ferne sehen wir einen Sandsturm aufkommen. Je zwei Autos überqueren knapp hintereinander die Wasserfläche. Die Mischung aus Sonne, glitzerndem Licht und Sandsturm, der zum Teil nur eine Sicht auf maximal 5 Meter ermöglicht, ist ein einzigartiges Erlebnis. Wieder einmal sind wir froh über gute Online-Karten und unser GPS – die Spurensuche wäre sonst ziemlich anstrengend gewesen.

Beim Campingplatz Dreki suchen wir – wir einige andere Fahrzeuge auch – Schutz vor dem Wind am Parkplatz vor der Hütte. Am eigentlichen Campground ist das Stehen fast unmöglich. Unsere Luftfilter wollen nach dieser Fahrt gereinigt werden.

 

ÜN:  in den "Lavadünen" im Veidivatnahraun - Parkplatz am Wasserfall Gjallandifoss - Campingplatz Dreki 

 


Samstag, 24.8. – Montag, 26.8.: Von der Askja zum Kverkfjöll

 

Nach dem Sandsturm kommt der Regen – ein Teil wandert zur Askja und wird gehörig nass, die anderen machen einen kurzen Abstecher nach Süden zum Vathalada, einen Kegel an der F910 und zur Jökul á Fjollum, die voll mit grauem Gletscherwasser ist.

Im Anschluss fahren alle vier Fahrzeuge über die F910 und biegen dann auf die F902 nach Süden. Die Lavapiste haben wir in sehr „rollender“ Erinnerung, jetzt, nach 6 Jahren, ist sie verbreitert und voller Spurrillen. Schade – die eindrucksvolle Vulkandlanschaft entschädigt uns und das Gras ist immer noch neongrün. Entlang der Piste begegnet uns ein Läufer, der mit roten Fähnchen die Strecke für eine Lauf vom Gletscher bis zur Küste im Norden aussteckt – wir sind ziemlich beeindruckt über so viel Laufenthusiasmus über 250km! Beim Laugarjörn bleiben wir in einer Kulle und freuen uns über ein paar Sonnenstrahlen.

Die F903 führt uns nach Osten und dann biegen wir auf eine unscheinbare, aber ausgesteckte Piste nach Süden – wir wollen zum Kverkfjöll, jedoch auf der Ostseite. Wir genießen die Fahrt durch Lavafelder, über Moränenhügel und vorbei an schimmernden kleinen Seen im Abflussbereich der Kreppa. Die Piste endet auf einem Parkplatz mit grandiosem Blick auf den Gletscher. Der Snaefell grüßt uns mit einem Wolkenhut im Osten und die Herdubreid, „Queen of Moutains“, im Norden. In einem natürlichen, heißen Whirlpool, gebildet vom eisigen Gletscherbach gemischt mit heißen Zuflüssen, genießen wir dieses unglaubliche Panorama.

Der Parkplatz ist ein idealer Übernachtungsplatz.

 

ÜN:  Piste zum Laugarjörn - Parkplatz im Osten des Kverkfjöll

 


Montag, 26.8. – Mittwoch 28.8. Raus aus dem Hochland und zur Fähre

 

Bei zart – rotem Morgenlicht und wieder einmal 0°C verlassen wir den eindrucksvollen Ort. Wir genießen die Fahrt nach Norden zurück über die F903, mit einem Stopp im Nature Reserve Hvannalindir und weiter auf der F903 und F910. Nach einem Autotanz durch den „Spielplatz der Riesen“ auf Lavasand und durch eine Schotterfläche, überqueren wir die Kreppa und biegen kurz darauf über einen Hügel ins Arnardalur. Am Parkplatz beim idyllischen See mit Fischen, Schwänen und Enten lassen wir uns nieder und freuen uns über das Sonnenlicht.

Eine unscheinbare Piste nach Süden bringt uns ins Vesturdalur und zum Gragaesavatn, einem kleinen See. Wir  sind nur wenige Kilometer entfernt von Hvannalindir, aber getrennt durch der Kreppa.

Beim warmen Wasserfall von Laugavellir lassen wir unsere Reise ausklingen – Genuss pur im mittlerweile hübsch eingefassten Badepool.

Nach einem kurzen Abstecher zur tiefen Schlucht Hafrahvammagljufur, nehmen wir nach vielen Tagen Piste die Asphaltstraße über den Damm des Stausees zum Hengifoss und nach Egilsstadir. Unsere letzten Islandkronen investieren wir in eine Tankfüllung (Dänemark ist noch teurer). In Seydisfjördur liegt unsere Fähre schon bereit. 

 

ÜN: Parkplatz Arnardalur - Parkplatz Wasserfall Laugarvellir


Mittwoch, 28.8. (abends) – Samstag, 31.8. (ca. 9:00): Überfahrt

Die Norröna bringt uns über die FäröerInseln bei absolut ruhiger See nach Hirtshals.

Samstag 31.8. – Sonntag 1.9.: Heimfahrt

Ankunft um 09:00 in Hirtshals. Die 1500 km nach Hause spulen wir ab und erreichen am Sonntag um 01:30 wieder unser Zuhause.

 

Eine beeindruckende Reise ist zu Ende - Island hat tiefe Spuren in uns hinterlassen – in unseren inneren Bildern, in unseren Herzen und auf unseren Autos.

 Danke an unser Team ! 


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