Vulkanruine, Granitkugeln und freundliche Menschen

Samstag, 5.8. – Sonntag, 13.8.2017

 

Durch Savanne und begleitet von Farmzäunen fahren wir nach Norden Richtung Erongo Gebirge, einer der größten Vulkanruinen der Erde, die von einem Granitmantel umgeben ist. Wir durchqueren sehr lebensfeindliche Landschaften mit viel Dornengestrüpp und wenig Wasser und fragen uns zunehmend, wovon die riesigen Guest-Farmen leben, denn Touristen gibt es nur vereinzelt. Die Siedlungen um das Erongo Massiv, wie Karibib oder Omaruru, erscheinen lebendig. Das Geologenherz schlägt höher bei den vielen Zeugen der Granitverwitterung rund um den Kraterrand – alle Formen, wie im Bilderbuch.

 

In den nächsten Tagen kehren wir immer wieder nach Omaruru zurück, eine hübsche Kleinstadt, die sich „Art and Craft City“ nennt und ausgezeichnete Versorgung bietet. Im Restaurant Kashana werden wir bald wie Stammgäste willkommen geheißen. Wir übernachten einmal im Osten des Erongo, in einem Seitental des Tsaobis Nature Parks, einmal im Nordwesten bei einem eindrucksvollen Granitmugel und dann im Nordosten von Omaruru auf der Guest Farm Erindi - Onganga. Hier versuchen wir Kontakt mit den Farmleuten zu bekommen, was aber nur partiell gelingt. Unsere Radtour auf dem weitläufigen Farmgelände wird zur "Schlauch–Flick–Party" . Dafür stehen wir traumhaft an einem kleinen Stausee inmitten der Wildnis, auch wenn es sich um den Campingplatz der Guest Farm handelt. Jeden Abend wird für uns der Heißwasserkessel für das „Badezimmer“ eingeheizt und der Feuerplatz gereinigt und vorbereitet.

 

 

Martins Rückenschmerzen bringen uns wieder zurück nach Omaruru. Beim Gemeindearzt Dr. Gustav Bertelsmann (was für ein sprechender Name mitten in Namibia!!) lernen wir ein sehr nettes, reisefreudiges Pensionisten-Ehepaar kennen, die uns auf ihr Anwesen in einem privaten Wildlife Estate einladen. Mit angenehmen Gesprächen, vielen Informationen und der Einladung zu einem Offroad Treffen 14 Tage später in der Kalahari mitzukommen, verrinnt der Nachmittag.

 

 

Etwas spät brechen wir auf zur Spitzkoppe. Kurz vor der Dunkelheit erreichen wir das Restcamp Spitzkoppe. Wieder sind wir verzaubert von dieser Gegend – genau wie 2010. Auf einem etwas abgelegenen Campground richten wir uns ein. In den nächsten 2 Tagen wandern wir zwischen Großer Spitzkoppe und Sugar Loaf herum, klettern auf die Felsen und die Stone Bridge. Unser 2. Versuch die Große Spitzkoppe (1720 m und das „Matterhorn“ von Namibia) auf unserer Route von 2010 zu besteigen gelingt fast: Wir kommen bis ca. 80m unter den Gipfel, dann ist nicht mehr zu erkennen, wo genau der Aufstieg im steilen und brüchigen Gelände geht und wir kehren um. Gelohnt hat es sich jedenfalls.

 

 

Die schlechte Nachricht ist, dass Martins Rückenschmerzen wieder so intensiv werden, dass wir beschließen ins Private Cottage Hospital nach Swakopmund zu fahren um abzuchecken, woher die Schmerzen kommen. Wieder einmal sind wir am Campingplatz „Alte Brücke“ und sind gespannt, was die nächsten Tage bringen werden.

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 3
  • #1

    Birgit und Christoph (Sonntag, 13 August 2017 20:54)

    Das kommt uns bekannt vor. Ihr habt recht, da bekommen wir tatsächlich Fernweh! Es freut uns sehr, dass ihr Cappuccino problemlos in Empfang nehmen konntet und ihr eure Reise so gut gestartet habt. Die Fotos sind toll! Weiterhin eine wunderbare Reise. Liebe Grüße Birgit und Christoph!

  • #2

    Karin (Montag, 21 August 2017 10:57)

    Liebe Beide!

    Ich wünsche Martin alles Gute! - Ich hoffe, dass alles schnell wieder gut wird und ihr euer Abenteuer wieder richtig genießen könnt! Alles Liebe, Karin

  • #3

    elisabeth oberreiter (Donnerstag, 07 September 2017 18:19)

    Hallo ihr, ich muss grad wieder einmal an dich liebe elisabeth denken!
    wünsch euch alles alles gute - auch für den rücken!
    moderiere morgen im aloisianum - steig mit einem gruß von dir aus afrika ein, ich hoff das ist ganz in deinem sinn! haben oft schon in besprechungen an dich gedacht und dich gedrückt.
    alles liebe
    Elisabeth