Nach Sesfontein, durch den Hoanib bis zur Küste und nach Puros, ins Gebiet der Himbas.

Montag, 4.9.2017 – Mittwoch, 6.9.2017

 

Von der Khowaribschlucht aus sind wir rasch in Sesfontein. Bei der Tankstelle bekommen wir noch einmal ein paar Liter Diesel. In der Lodge im alten deutschen Fort trinken wir einen Kaffee, leider gibt es kein WiFi. Im Lebensmittelladen versorgen wir uns noch mit Brot, Kartoffeln und Wasser (viel mehr gibt es nicht). Die Einfahrt in das Hoanib Riverbed ist nicht einfach – es erwartet uns tiefer, ganz feiner Sand. Nach 27km kommen wir plötzlich zu einem Tollgate. Offenbar hat die Palmwag-Lodge hier die Konzession erworben und wir müssen insgesamt 600 NAM (=25€) nur fürs Einfahren zahlen. So kann man auch Geld machenJ. Die Pad bis zur Amspoort Gorge überrascht uns mit allem, was ein 4x4 Trail bieten kann: Wasserdurchfahrten, Sand, harte Piste, Auf- und Abfahrten. Akazien und blühende Büsche begleiten uns, es gibt Abschnitte, die erinnern fast an eine Parklandschaft. Und dann begegnen wir auch noch Wüstenelefanten, Giraffen, Oryxe, Strauße und jede Menge Springböcke. Einfach toll.

 

Da im Hoanib das Campen verboten ist, suchen wir uns einen Übernachtungsplatz, der bereits am Rande des Tsuxub, ein kleiner Zufluss vom Norden kommend, liegt. Zwischen Felsen und Dünen suchen wir uns einen geschützten Platz. Hier spüren wir bereits die Küste: Nebel und Dunst, Luftfeuchtigkeit von über 80% - unglaublich nach 20% der letzten Tage. Im Flussbett des Tsuxub gefällt es uns so gut, dass wir noch einen Rasttag einlegen. Hier eröffnen wir unter einer ausladenden Akazie die „Namibische Outdoor Backstube“ und backen über offenem Feuer Schwarzbrot und Chabatti.

 

Der weitere Pad führt uns aus dem Tsuxub Flussbett hinaus, zuerst auf eine sandige, dann eine steinige Ebene und wieder hinein durch einen Canyon ins Flussbett des Horuasib. Hier überrascht uns viel Wasser im Flussbett, saftig grüner Bewuchs und rötliche Felsenumrahmung. Wie im Bilderbuch. Wir sehen zwar überall Spuren von Wüstenelefanten, aber sie zeigen sich nicht. Dafür grasen Kühe und Stiere gemütlich vor sich hin. Eine Wasserdurchfahrt ist etwas tiefer und Cappuccino bleibt hängen. Mit Sandblech, Steinen, Schaufeln und der Winde auf Gerhards Auto ziehen wir ihn wieder heraus und es kann weiter gehen nach Puros. Das Dorf selbst liegt trostlos und staubig oberhalb des Canyons. Wir bekommen je 25l Diesel und Bier, Wasser und Erdnussbutter - das ist doch etwas, oder? Der Community Campground von Puros, direkt im Horuasibtal, ist ein sehr angenehmer Übernachtungsplatz mit einem „Badezimmer“ mit einer echten Baumdusche, das wir uns mit vielen Singvögeln teilen.

 

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