Unser persönliches Resumeé von Namibia: Teil 2, der Südwesten (5 Wochen)

Wir finden große landschaftliche Vielfalt, die uns sehr begeistert: Stauseen, die Urlaubsfeeling wie in Österreich aufkommen lassen, Wüsten mit eindrucksvollen Dünen, wie in Sossusvlei, Gebirgszüge durchzogen von Geröll- und Sandflächen, wie in den Tirasbergen, neblige Küstengebiete, wie in Lüderitz, tiefeingeschnittene Canyons, wie den Fish River Canyon und den permanent wasserführenden Grenzfluss, den Oranje. Allerdings ist es nicht ganz einfach diese landschaftlichen Highlights auch uneingeschränkt zu genießen. „Fences and Permits“ – die beiden Komponenten schränken die Bewegungsfreiheit beim Reisen empfindlich ein.

 

Menschen begegnen wir in den wenigen städtischen Zentren und auf sehr einsamen Farmen in unwirtlichster Gegend. Wir haben den Eindruck, dass die herausfordernden Lebensbedingungen die Gemüter prägen, so meinen wir eher wenig Lebensfreude und Leichtigkeit zu spüren. Die weiße Bevölkerung ist – ganz im Gegensatz zum Norden – nicht sehr gesprächig und verschlossen, die anderen Bevölkerungsgruppen sind teilweise zurückhaltend interessiert.

 

Insgesamt waren wir nun fast 10 Wochen in Namibia unterwegs und konnten mit unterschiedlichsten Menschen ins Gespräch kommen. Namibia scheint sich in einer interessanten Entwicklungsphase zu befinden: Die einzelnen Volksgruppen sind auf der Suche nach ihrer kulturellen Identität, was sich derzeit eher in der Betonung der Unterschiede und in Abgrenzung ausdrückt. Gleichzeitig haben wir Menschen aller Hautfarben getroffen, die ihren Stolz Namibier zu sein ausdrückten. In der Haltung „I’m proud to be Namibian“ liegt wahrscheinlich die Zukunft in diesem Land, das ja erst seit 1990 unabhängig ist.

 

 

Wir sind sehr dankbar, so lange und so intensiv in diesem einmaligen Land gereist zu sein. Den Sternenhimmel, die Elefanten und Giraffen in den Riverbeds, die Sonnenuntergänge über den Bergen, die roten Granitkugeln, die Dünen, die Flüsse und die raue Küste, und natürlich die Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft hier im Land sind tief in unseren Herzen verankert.

 


Unsere Reiseroute und Übernachtungsplätze in Namibia Teil 2, der Süden


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