Schätze in den Drakensbergen von Eastern Cape

Freitag, 23.2.2018 – Donnerstag, 1.3.2018  -  km 744

GESAMT:  214 Tage  - 24.022 km

 

In den folgenden Tagen bereisen wir die Drakensberge der Eastern Cape Province, eine touristisch noch wenig erschlossene Region. Die Pisten führen über einige hohe Pässe, wie zum Beispiel den Pitseng Pass, Elandshoogte oder Naudes Nek, der mit 2.500m der höchste Pass ist, der nur mit „manpower“ errichtet wurde. Rhodes ist ein verschlafenes Nest am Fuße des Tiffindell, dem einzigen Schigebiet in Südafrika. Im Sommer kommen die Besucher hierher zum Fliegenfischen, Motorradfahren und Pässe erleben.

 

Farmen liegen vereinzelt bis in eine Höhe von 2.000m, allerdings fallen uns verlassene Farmgebäude auf. Hier findet man auch Rock Art der San, wie z.B. die längste Galerie von Sanzeichnungen in Südafrika auf der Farm Denorbin, nördlich von Elliot. Ein Felsüberhang von ca. 30m ist vollständig bemalt. Leider ist auch dieses Farmhaus nicht mehr bewohnt und der Pfad zu den Zeichnungen völlig zugewachsen. Als wir lesen, dass in der Umgebung auf vielen Farmen weitere San-Malereien existieren, begeben wir uns auf Suche. In Dordrecht fragen wir zuerst im Museum, dann spricht uns Charlotte an, die sofort ihre Freundin anruft – und schon sind wir auf der Featherbed-Farm, wo wir von der Besitzerin Marietjie zu eindrucksvollen Felsmalereien in einer Höhle begleitet werden. Im Anschluss werden wir herzlichst eingeladen zu bleiben und das Leben auf einer südafrikanischen Farm mitzuerleben. Nichts lieber als das! Wir können mit Tertius, dem Farmer, zur Fütterung der Schafe mitfahren, erfahren wie Biosdiesel aus Speiseöl hergestellt wird, wo Wasser ein Segen und wo ein Fluch ist. Man erzählt uns, dass seit ein paar Jahren die Schafwolle nach China verkauft wird, um dann gewaschen wieder re-importiert zu werden. Die Wollwaschfabrik bei East London wurde wegen Ineffizienz geschlossen – das soll einmal einer verstehen, in einem Land mit so akutem Mangel an Arbeitsplätzen! Gleichzeitig werden wir kulinarisch mit original südafrikanischen Gerichten verwöhnt.

 

Heftig werden die Ideen für eine „Landreform“ der neuen Regierung diskutiert, die den Farmbesitzern großen Sorgen bereiten. Was ist reiner Populismus – was wirklich Programm? Die Verunsicherung und Angst ist deutlich zu spüren.

 

Schließlich verabschieden wir uns, reich beschenkt mit selbstgemachten Würsten, Biltong, Mais und frischer Milch. Wir sind ehrlich berührt und wünschen allen hier eine friedliche Zukunft.

 



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Kommentare: 1
  • #1

    Sylvia (Samstag, 03 März 2018)

    Wow - die Zeichnungen, die Landschaft - einfach super, danke !