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Am Weg in die Türkei

Dienstag, 13.8.2019 – Dienstag, 20.8.2019 - km 1.124

GESAMT: 8 Tage  - 1.124 km

 

Cappuccino ist gepackt und vollgetankt. Letzte Abschiedsbesuche und SMS, dann endlich, gegen 15:00 starten wir Richtung nach Venedig. Alles läuft gut, nur kurz vor Venedig landen wir in einem Megastau nach einem Unfall, der uns 2 Stunden kostet. Dank Park4Night finden wir allerdings problemlos zu unserem Übernachtungsplatz in Mestre, ganz nahe am Hafen. Am nächsten Tag sind wir schon ganz früh an Bord und lassen uns ganz gemütlich bis Patras schippern. Auch dort hat Park4Night einen guten Übernachtungsplatz für uns bereit.

 

Mittlerweile ist es Freitag, 16.8. und wir haben bis Samstag früh Zeit um die nächste Fähre zu erreichen. Wir entscheiden uns für die Autobahn nach Athen, obwohl uns die Maut fast umhaut: 30,00€ für ca. 180km! Viele Sommer waren wir mit unseren Söhnen Georg und Clemens in Griechenland, aber immer war es uns zu heiß um die Akropolis zu besuchen. Jetzt möchten wir das nachholen. Mit gefühlten 1000 anderen Touristen besteigen wir am Nachmittag diesen geschichtsträchtigen Hügel und versuchen die Geschichte lebendig werden zu lassen. Das ist ein wenig schwierig, sind wir doch umringt von Menschen, die ununterbrochen Selfies machen und verkleidet als antike Griechinnen posen. Die über 40°C treiben uns Richtung Meer. Am Einheimischenstrand von Piräus finden wir Abkühlung, ein gutes Restaurant und einen Übernachtungsplatz.

 

Wieder sind wir schon früh an Bord und suchen uns einen guten Platz. 10 Stunden lang trägt uns die Fähre vorbei an den verschiedenen griechischen Inseln bis nach Chios – was für eine schöne Fahrt! Im kleinen Jachthafen finden wir einen guten Platz für die Nacht, denn wir müssen noch einmal auf ein Schiff.

 

Bereits um 8:00 herrscht hektischer Betrieb im Hafen von Chios. Nach einigem Hin- und Her können wir unsere Voucher gegen Tickets tauschen und man zeigt uns unser Boot, das uns in die Türkei nach Cesme tragen wird. Es weht heftiger Wind, die Fähre schwankt erheblich, aber nach 30 Minuten sind wir im Port von Cesme. Passkontrolle und dann anstellen um Cappuccino einzuführen. „Turkish people first“ ruft eine strenge Lady aus einem kleinen Plastikhäuschen. In der prallen Sonne bildet sich eine lange Schlange wartender Menschen. Die Lady wird nervös und plötzlich heißt es „One Turkish car and then one foreign car“ – okay. Ein türkisches Ehepaar, die ebenfalls einreisen wollen, entschuldigt sich für diese Unannehmlichkeiten der Behörden Touristen gegenüber – „It’s politics….“. Endlich sind wir an der Reihe und verursachen wieder einen Stau, denn der Fahrzeugtyp Bremach ist nicht auf der Liste, die die Lady vor sich hat. Nach einigem Stress kreuzt sie „Sonstiges“ an und wir können weiter. X-Ray – damit haben wir nicht gerechnet. Cappuccino wird durchleuchtet, wir öffnen Truhen und Kühlschrank und dann heißt es „Wo seid ihr her? Österreich? Okay und tschüss!!“.

 

Tanken und über Izmir nach Marmaris ans Meer. Wir möchten zu Bente und Hans, die wir bei unserer bei  unserer ersten Türkeireise 2011 kennen gelernt hatten und mit denen wir 2017 eine Zeit in Namibia unterwegs waren. Sie leben etwas außerhalb von Marmaris in einem schönen Haus im Wald. Hier kommen wir zur Ruhe nach der langen Anreise, erstehen SIM Karte, erfahren wie die türkischen Maut funktioniert und genießen unter blühenden Oleandern gegrillten Fisch und allerlei türkische Köstlichkeiten.

 


Anreise:


Kommentare: 1
  • #1

    Michael (Dienstag, 20 August 2019 11:50)

    Jetzt bauen die Griechen schon tausende Jahre und die Akropolis ist noch immer nicht fertig ;-)
    Gute Fahrt weiterhin!!
    Michael+Lissi