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Dubai – wir kommen!


Sonntag, 1.12.2019 – Samstag, 7.12.2019 -255 km

GESAMT:  117 Tage – 13.599 km

 

Den ersten Adventsonntag und die nächsten beiden Tage verbringen wir in Dubai am Kite Surf Beach. Was für eine andere Welt - nach 3 Monaten Iran! Über 8spurige Autobahnen, unzählige Straßenkreisel mit Auf- und Abfahrten, begleitet von makellos geputzten und teuren Autos sind wir hier hergelangt. Wegen der Nationalfeiertage ist das Parken hier frei und es ist sehr viel los. Wir werden meist freundlich begrüßt und neugierig befragt, bekommen Tipps für Dubai und den Oman. Es wird gejoggt, geradelt, gechillt und geschwommen. Philippinische Kindermädchen passen auf die Sprösslinge auf, während sich die Eltern bei den vielen Foodtrucks mit Köstlichkeiten aus aller Welt verwöhnen lassen. Sehr beeindruckt sind wir von der abendlichen Kulisse, die wir von unserem Platz am Meer aus genießen können. An die Preise müssen wir uns allerdings erst gewöhnen – im Iran hätten wir für einen Espresso hier ein ganzes Abendessen bekommen.

In einer der unzähligen Shopping Malls erstehen wir etwas mühsam eine SimCard. Es gibt eigene Angebote für Touristen, allerdings müssen wir dem jungen Angestellten erst erklären, dass es – außer dem Flugzeug – auch noch andere Möglichkeiten gibt, um nach Dubai zu kommen. Er will uns nichts verkaufen, da wir kein Flugticket vorweisen können. Erst nach Rücksprache mit dem Management erhalten wir die Tourist Sim, um später herauszufinden, dass WhatsApp Telefonieren in allen Emiraten nicht möglich ist. Man möchte den Markt für lokale Anbieter schützen – nur diese sind für Touristen tarifmäßig uninteressant. Alles scheint auf den ersten Blick ganz „easy“, stellt sich dann aber als doch nicht ganz so einfach heraus.

Die Hektik und das Überangebot in den Shopping Malls erschlägt uns fast, also entscheiden wir uns für eine gemächliche Bootsfahrt entlang des Dubai Canals. Wolkenkratzer reiht sich an Wolkenkratzer und Brücke reiht sich an Brücke. Manche Gebäude sind architektonisch sehr interessant. In den Straßen, Cafès und Restaurants sehen wir nur wenige Menschen – wer arbeitet, wer wohnt hier? Die Rückfahrt zu unseren Autos im Taxi erheitert uns sehr. Der Taxifahrer kennt nicht nur den Abfahrtshafen nicht und wir müssen ihn mittels google maps dorthin dirigieren, er erklärt uns auch stock und steif, dass das kein Hafen sei und hier kein Boot anlegt. Unsere Beteuerung, dass wir von hier aus mit der öffentlichen Schiffslinie abgefahren sind, hilft nichts – er besteht darauf, dass es das Gebäude nicht gibt. Okay – wie wirklich ist die Wirklichkeit??

Mittlerweile stehen wir auf dem einzigen noch nicht verbauten, öffentlichen Sandstrand, am Al Sufouh Beach nahe der Dubai Marina. Unter den überdimensionalen Wohnanhängern der Einheimischen fallen wir mit unseren kleinen Autos so richtig auf. Ganz bescheiden stellen wir uns an den Rand, ganz nahe zur Gartenmauer eines privaten Palastes. Wir blicken aufs Meer und gleichzeitig auf die unfassbare Skyline von Dubai.

Der Dubai Marina Walk führt inmitten der Hochhäuser den Jachthafen entlang – hier trifft sich wirklich reich und schön aus aller Welt. Aber auch hier sind die Restaurants eher leer und nur wenige Menschen, vor allem Touristen, unterwegs. Im 52. Stock des Marriott Harbour Hotels genießen wir von der Observatory Bar den Blick auf die „Palme“. Im Spätnachmittagslicht gleiten Boote aus und ein, schimmern Fassaden und Türme auf den Wohnhäusern. Wir stellen uns vor, was passiert, wenn der Meeresspiegel steigen sollte – die einzelnen „Palmzweige“ mit den vielen Häusern drauf liegen nur ganz wenige Meter über dem Wasserniveau.

Am Wochenende füllen sich die „Wohnwagen“ am Al Sufouh Beach, zahlreiche Generatoren lärmen. Wir entkommen dem Trubel und fahren zu einem Freizeitgelände mit künstlichen Seen mitten in den Dünen. Nahe der „Love Lakes“, 2 Seen in Herzform, finden wir einen angenehmen Platz unter Akazien.


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