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Angola -Iona NP

20.6.2026 – 25.6.2026

Angola - im Iona Nationalpark

Pünktlich um 9:00 stehen wir an der Grenzstation Ruanana. Wie sind die einzigen Fahrzeuge. Zwei freundliche Grenzer kommen gemütlich auf uns zu und innerhalb von 40 Minuten ist alles erledigt: Pässe kontrolliert, Visum für 30 Tage eingestempelt, das Carnet de Passage ausgefüllt, eine Menge Kopien (Führerschein, Auto, Pass, Zulassung) abgegeben und das TIP (120,00 NAM =~ 6.-)) bezahlt. Die Zollkontrolle ist kurz und schmerzlos – wir haben den Eindruck, es ist mehr aus Neugier. Zum Abschied werden von uns allen Fotos gemacht und man wünscht uns „gute Fahrt“.

Bis Chitado, einem kleinen Dorf mit Missionsstation, ist die Piste recht gut. Mopeds und einige wenige Menschen mit Ziegen und Schafen begegnen uns. Die Landschaft ist abwechslungsreich – Bäume, Sträucher, ab und zu Palmen und immer wieder Kraals und eingezäunte Bereiche für Tiere. Wir sehen hauptsächlich Rinder, man winkt uns freundlich nach. Wo genau der Iona Nationalpark beginnt wissen wir nicht wirklich. Ab Hangumbi, einer unansehnlichen Siedlung aus kleinen Betonklötzen, verwandelt sich die bis dahin gut fahrbare Piste in einen single trail. Mühsam klettern unsere Autos durch steile Bachdurchfahrten, zwängen sich durch dicht bewachsene, stachelige Passagen und rumpeln über Steine. Jetzt wissen wir, warum in der Karte von Tracks4Africa „overgrown“ steht. Aber die Mühe lohnt sich, nach 2 Tagen erreichen wir die Siedlung Monte Negro und finden ein Stück weiter einen wunderbaren Platz direkt am Cunene, unter Bäumen.

 

Nach einem halben Rasttag geht es weiter über Stein- und Lehmpisten, wir meistern steile Auf- und Abfahrten, manchmal folgen wir wieder einem single trail. Übernachtungsplätze finden wir bei Granitfelsen mit Blick auf die afrikanische Savanne. Schließlich erreichen wir den kleinen Ort Iona. Hier wird heftig gebaut und wir treffen zum ersten Mal auf andere Touristen: eine geführte australische Offroadgruppe.

2 Tage später stehen wir am Foz do Cunene, nach 60km Wellblechpiste und 35km Sand. Eine Polizeistation, verfallene Gebäude und ein toller Blick auf die imposanten Dünen auf namibischer Seite. 35Km landeinwärts finden wir den schönsten Platz zum Übernachten – auf einer Sanddüne am Kunene mit Blick Richtung Mündung. Hier könnte man bleiben. Morgens entdecken wir die deutliche Spur einer Raubkatze – wir vermuten von einem Leopard?. Von dort fahren wir zügig zurück zum Parkeingang im Norden. Wieder ist die Piste sehr schlecht und mühsam.

Unser Resümee vom Park: Hier ist richtig, wer herausfordernde Offroad Strecken sucht. Die schönen Plätze am Cunene sind nur schwer zu erreichen, die Landschaft ist abwechslungsreich, aber immer wieder auch langen Passagen durch grasbewachsene Ebenen. Tiere gibt es kaum: in den 5 Tagen haben wir 2 Oryxe in der Ferne gesehen, einige Springböcke sind davon gehüpft und große Raben wollten unsere left-overs vom Kochen. In jedem Fall ist der Park eine Herausforderung für Fahrer und Material.

Trotzdem – we did it! 

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