Unsere Erfahrungen
Reisezeit: November 2025
Dauer: insgesamt knapp 4 Wochen (25 Tage Rundtour im Tschad)
Temperaturen: im südlicheren Teil unserer Route tagsüber meist 25-35°, nachts zwischen 10° im Tibesti,
sonst meist rund 15°.
Da die Anreise mit dem eigenen Fahrzeug schwierig bis nahezu unmöglich ist (wir möchten zur Zeit weder Libyen noch den Sudan bereisen), sind wir diesmal mit dem Flugzeug (Air France) von Wien nach Paris und weiter nach
N´Djanema angereist. Die Tour hatten wir mit der lokalen Agentur Zenith Tours (Sitz im Niger) vereinbart. Der freundliche Chef, Yaou Mahaman hat uns am Flughafen abgeholt und zum Hotel Irrisor gebracht.
Während der Rundreise waren wir 6 Reisende und 5 vom Staff in 3 Fahrzeugen unterwegs, wobei es für uns wichtig war, im Toyota Landcruiser nur zu zweit hinten zu sitzen (was nicht bei allen Agenturen möglich ist). So hatten wir ausreichend Platz für unser Tagesgepäck wie Fotosausrüstung, Tablet etc.
Von der sehr netten Crew wurden wir grundsätzlich rundum "versorgt", gerne haben wir aber mitgeholfen wo es möglich war. Das Essen, das unser Koch Osman aus den wenigen vorhandenen Zutaten zauberte, war - nicht zuletzt dank seiner italienischen Kocherfahrungen- überraschend gut.
Und wie schon öfter hatten wir auch diesmal haltbares Schwarzbrot von der Bäckerei Deiser mit dabei :-)
Handy & Internet:
Wir hatten diesmal wiederum unser Starlink Mini dabei mit dem Tarif Reise mini 50GB.
Da dies wirklich super überall funktioniert hat, haben wir weder eine SIM-Card für unsere Handys erworben noch unser SAT-Telefon mitgebracht. Eine einfachere Art mit der Welt und der Familie verbunden zu bleiben, können wir uns kaum vorstellen.
Wechselkurse & Spritpreise:
1 € ~ 655 XAF (fixer Wechselkurs zu Frankreich und damit zum Euro)
Wir hatten rund € 250.- bei Ankunft bei Yaou gewechselt; da es aber unterwegs wenig zu kaufen gibt, verwendeten wir die verbliebene Landeswährung für das Trinkgeld.
Die Dieselpreise sind relativ hoch; in der Hauptstadt rund € 1,2 /Liter, unterwegs haben wir nie erfahren, was unsere Guides für den Diesel bezahlen mussten. Den gibt´s auch praktisch nur aus Fässern und nur auf "Vorbestellung" bei irgendwelchen lokalen Personen.
Begegnungen:
Die Menschen - insbesondere die Toubu im Norden - waren sehr "abweisend", eine Kontaktaufnahme - nicht nur wegen der sprachlichen Barrieren - kaum möglich.
Auch das Fotografieren war so schwierig wie noch nie zuvor auf unseren Reisen. Sogar bei Marktständen ohne Menschen wurde uns auf Anfrage das Foto verweigert.
Auf dem Rückweg zur Hauptstadt änderte sich die Situation dann deutlich; ab ca. Ati leben eher "arabischen Stämme" (wie die Guides es ausdrückten) und die waren deutlich aufgeschossener und freundlich. Auf den Märkten konnten wir mit den Frauen lachen und auch Fotos machen.
Reiseführer:
Chad- Tibesti, Ennedi & Borkou: Siân Pritchard-Jones & Bob Gibbons, 2020
ISBN 9798645895136
Karten & Navigation:
Karten:
International Travel Map Chad 1:1,5 Mio (Papier)
IGN-Karten 1:200.000 (=Sahara Maps) und 1: 1,0 Mio auf Papier und digital
Locus Map Tschad
Michelin 953 Südteil (digital)
Routen:
Die Reiseroute wurde grundsätzlich von der Agentur vorgegeben, wobei die Richtung umgekehrt wurde; angeblich aus Gründen der Dieselknappheit im Osten. Für uns war das sehr angenehm; so bereisten wir zuerst das "sperrige" Tibesti und danach das deutlich landschaftlich gefälligere Ennedi. Die Rückfahrt erfolgte dann nicht auf der Hauptstrasse (=Hauptpiste), sondern über die Dörfer weiter westlich mit zahlreichen Nomanden und Brunnen.
Navigation:
Navigation:
Diesmal mussten wir ja nicht navigieren, hatten aber doch unser Android Tablet (Lenovo M10) mit Locus Map "mitlaufen", und zwar wechselnd mit den IGN-Karten 1:200.000 bzw. der Eigenkarte von Locus Map für den Tschad.
Dank unserer intensiven Vorbereitung konnten wir auch einige Punkte "anlaufen", die den Guides noch nicht bekannt waren, wie zB das Tal mit den zahllosen Felsgravuren einschließlich "man of Gonoa".
Reisevorbereitungen literarisch: